Podcast „Three Reasons Why“ zu Diver­si­täts­ent­wicklung im Kulturbetrieb

Launch Diversity Arts Culture

Was ist Diver­sität? Was hat sie mit Diskri­mi­nierung zu tun und warum ist Diver­sität so wichtig für den Kultur­be­trieb? Um diese Fragen geht es im Podcast “Three Reasons Why” von Diversity Arts Culture. In drei Folgen wird mit Künstler*innen und Kultur­schaf­fenden, mit Wissenschaftler*innen, Jurist*innen und Aktivist*innen darüber gesprochen, wie Diver­sität sich rechtlich, moralisch und ästhe­tisch begründen lässt. 

Cover des Podcasts "Three Reasons Why" mit Symbolen zum Kulturbetrieb (Theatermasken, Bilderrahmen), aber auch zu Gerechtigkeit (Waage) und Machtmissbrauch (Hand "sagt" Stopp).
© Diversity Arts Culture, Grafik: Kathrin Windhorst

In dieser Folge möchten wir darüber sprechen, welche recht­lichen Handlungs­mög­lich­keiten Kultur­in­sti­tu­tionen haben, sich diskri­mi­nie­rungs­kri­tisch zu organi­sieren und Maßnahmen für mehr Diver­sität zu ergreifen. Wenn wir über juris­tische Werkzeuge zur Diver­si­täts­ent­wicklung und Antidis­kri­mi­nierung sprechen, spielen sogenannte Positive Maßnahmen eine entschei­dende Rolle. Positive Maßnahmen sind Förder­maß­nahmen, die diskri­mi­nie­rende Struk­turen abbauen und struk­turell benach­tei­ligten Gruppen in der Gesell­schaft oder einer Insti­tution zugute kommen. Eine der bekann­testen Positiven Maßnahmen ist die Quote. Wir schauen uns an, wo im Kultur­be­reich bereits mit Quoten gearbeitet wird und versuchen die Frage zu beant­worten, ob Quoten den langersehnten Struk­tur­wandel herbei­führen und Chancen­ge­rech­tigkeit herstellen können.

In der zweiten Folge des Porcasts nehmen wir die Struk­turen des Kultur­be­triebs macht­kri­tisch in den Blick. Wann sprechen wir von Macht­miss­brauch, wann von Diskri­mi­nierung? Wie begüns­tigen verin­ner­lichte Vorstel­lungen von grenzen­loser Kunst­freiheit oder prekäre Arbeits­be­din­gungen Macht­miss­brauch? Wie sehen positive Vorstel­lungen von Macht aus, wie sie im Engli­schen in Empowerment und Powersharing anklingen? Außerdem inter­es­siert uns, wie man an einem Theater weiter­macht, wenn Macht­miss­brauch vorge­fallen ist und öffentlich wurde. Und wie Teams eine eigene macht­kri­tische Arbeits­praxis entwi­ckeln können, um Macht­miss­brauch und Diskri­mi­nierung vorzubeugen.

Was bedeutet Diver­sität? Wer fällt unter dieses Label? Wie inter­agiert das Label „Diver­sität“ mit dem der „künst­le­ri­schen Qualität“? Welche Rolle spiele ich in einer Insti­tution, wenn ich die einzige BPoC Person, also die einzige Schwarze Person oder Person of Color, bin oder die einzige Person mit Behin­derung bin? Muss ich immer über Diver­sität sprechen und mich als „divers“ profi­lieren? Wer ist verant­wortlich, das Thema Zugäng­lichkeit zu lösen und Vorschläge an den Insti­tu­tionen zu machen? Die von Ausschluss betrof­fenen Künstler*innen? In der dritten Folge des Podcasts übergeben wir das Microfon an die Kurator* in, Wissenschaftler*in und Autor*in Kathy-Ann Tan und die darstel­lende Künst­lerin und Theater­päd­agogin Laia Ribera Cañénguez. Zusammen berachten die beiden Diver­si­täts­fragen aus künst­le­ri­scher Perspektive.